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Burgen in Bayern
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Burgruine Ehrenfels bei Beratzhausen


Burgruine Ehrenfels 
Burgruine Ehrenfels

Die erste Nennung des Geschlechts erfolgt im Jahr 1256: "Chunradus de Ernvels" ist wahrscheinlich nahe verwandt mit den Hohenfelsern, einem mächtigen Ministerialengeschlecht der Regensburger Bischöfe. In der Folge tauchen die angesehenen Ritter aus Ehrenfels als enge Berater und Lehensmänner des Bischofs von Regensburg und später auch der bayerischen Herzöge auf, worin sich ein Machtgewinn zeigt. Ende des 13. Jahrhunderts sind die Ehrenfelser auch auf Helfenberg bei Velburg nachweisbar. Im Laufe der Zeit gewinnen sie immer größere Selbstständigkeit, im 14. Jh. verdingen sich die Ehrenfelser schon als unabhängige Söldner für den Bischof.

1335 verkaufen die Ehrenfelser die Burg wegen hoher Verschuldung an Kaiser Ludwig den Bayern, der sie an Dietrich von Stauff weiterverkauft. Ab dem 15. Jh. ist die Herrschaft endgültig reichsunmittelbar. 1416 Eroberung der Veste durch die Regensburger, die sich gegen Übergriffe der Stauffer wehren. Sie müssen die Burg jedoch wieder instandsetzen. 1492 Zerstörung durch Herzog Albrecht IV. von Bayern wegen Beteiligung des Stauffers Bernhardin am Ritteraufstand des Löwenbundes. Wiederaufbau. Der letzte Stauffer Bernhard verkauft die Herrschaft 1568 an das Herzogtum Pfalz-Neuburg. Die Festung verfällt zusehends, endgültige Zerstörung 1635 im 30jährigen Krieg. Danach wurde die Ruine als Steinbruch für das nahegelegene Beratzhausen genutzt.
Zustand und Besonderheiten
Ehrenfels liegt auf einer Bergkuppe und ist mit einem eindrucksvollen Grabensystem ausgestattet. Der breite Rundgraben ist mindestens 6 m tief. Die dem Plateau zugewandte Seite im Süden wird durch einen zusätzlichen, vorgelagerten Graben gesichert. Auf dieser Seite war wahrscheinlich eine ausgedehnte Vorburg gelegen. Der Eingang mit einfachem Tor ist über eine aufgeschüttete Rampe zu erreichen und durch einen starken runden Mauerturm (heute nur noch Stumpf) gesichert. Ein weiterer rechteckiger Mauerturm liegt im Norden.

Ungewöhnlich scheint die Zweiteilung der Kernburg durch einen tiefen Graben in der Mitte. Sie entstand durch eine Erweiterung der Anlage im späten Mittelalter. Auf der Höhe des Mittelgrabens im Süden der dritte, am besten erhaltene runde Mauerturm mit Eingang in ca. 2 m Höhe und in der Mauer verlaufender Treppe. Die Basis aus Buckelquadern läßt auf eine Entstehung um 1200 schließen, doch weiter oben liegende Schießscharten für Gewehre widersprechen dieser Vermutung. Im Rahmen des Wiederaufbaus 1416 sind offensichtlich die Steine vom einem abgetragenen Bergfried für den Neubau dieses Mauerturms verwendet worden.

Der Palas lag wohl in der östlichen Hälfte, heute sind davon nur noch eine niedrige Mauer und überwucherte Fundamente übrig. Die Anlage soll laut Quellen einmal sieben Türme besessen haben, doch von separatem Bergfried und mehreren Tortürmen ist heute nichts mehr zu sehen.

Anfahrt
Auf der A 3 Regensburg - Nürnberg bis zur Ausfahrt Beratzhausen fahren; in Beratzhausen rechts entlang der Bahnlinie Richtung Parsberg halten, kurz nach dem Ortsende liegt die Ruine links jenseits der Bahnlinie auf einem Hügel.

Weitere Informationen
Markt Beratzhausen
Tel.: 09493/9400-19
Internet: www.markt-beratzhausen.de